Vorstand des Stadtjugendrings Schwäbisch Gmünd e. V.Stadtjugendring sieht Zukunft in aktueller Form gefährdet – Vorstand zieht Konsequenzen
Der Stadtjugendring Schwäbisch Gmünd e. V. blickt auf eine fast 30-jährige Geschichte als Dachverband der Jugendverbände und Einrichtungen der Jugendarbeit zurück. Ziel ist es, die Jugendarbeit vor Ort zu unterstützen, zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Auch der frühere Bürgermeister und heutige Landrat Dr. Joachim Bläse erkannte diesen Mehrwert und führte die 25-Prozent-Stelle wieder ein.
In den vergangenen Jahren sah sich der Stadtjugendring jedoch wiederholt grundlegender Kritik ausgesetzt. Insbesondere aus einer bestimmten Richtung wurde seine Arbeit kontinuierlich infrage gestellt – unabhängig von der Haushaltslage. Auch die Geschäftsführung wurde aus Sicht des Vorstands wiederholt unangemessen kritisiert.
Der jüngst eingebrachte Vorschlag, die 25-Prozent-Stelle nahezu vollständig zu streichen, wird vom Vorstand als weiterer Affront gewertet.
Trotz anhaltender Kritik und Misstrauen hat der Stadtjugendring seine Arbeit über Jahre engagiert fortgeführt und blieb stets offen für neue Impulse und Mitwirkende im Sinne seines Auftrags.
Im Zuge der aktuellen Kürzungspläne suchte der Vorstand das Gespräch mit der Stadtspitze und wies auf die negativen Folgen hin. Das Ergebnis blieb aus Sicht des Vorstands jedoch unzureichend.
Dabei profitiert auch die städtische Jugendarbeit erheblich: Neben Vernetzung und fachlicher Unterstützung werden regelmäßig zusätzliche Fördermittel eingeworben, etwa über den Landesjugendplan. Allein 2025 konnten rund 40.000 Euro für die Jugend gewonnen werden.
Vor diesem Hintergrund sieht sich der Vorstand nach der aktuellen Entscheidung einer Mehrheit des Gemeinderats nicht mehr in der Lage, die Verantwortung in dieser Form weiterzutragen. Die Entwicklung wird als Geringschätzung der geleisteten Arbeit und ihres Mehrwerts bewertet.
Der Vorstand warnt, dass die Einsparungen langfristig einen zentralen Träger der Jugendarbeit schwächen oder zum Wegfall bringen könnten. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung kündigte der Vorstand seinen vollständigen Rücktritt an. Unter den anwesenden Mitgliedsverbänden fand sich niemand, der unter den aktuellen Bedingungen die Nachfolge übernehmen wollte – bei zugleich großem Bedauern und Verständnis.
Die drohende Auflösung des Stadtjugendrings hätte erhebliche Auswirkungen auf die Jugendlandschaft der Stadt und erscheint unter den aktuellen Rahmenbedingungen kaum vermeidbar.
