AgR verteidigt Kulturinitiative Esperanza
Jugendförderung Bündnis verurteilt AfD-Antrag auf Streichung der Fördergelder und fordert
klare Unterstützung.
Schwäbisch Gmünd. Das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Schwäbisch Gmünd (AgR) verurteilt das Vorgehen und den von der AfD im Gemeinderat eingebrachten Antrag aufs Schärfste, der die vollständige Streichung der Fördergelder für die Jugendkulturinitiative Esperanza fordert.
Ein solcher Angriff auf die lokale Jugendarbeit ist nicht nur politisch verantwortungslos, sondern richtet sich unmittelbar gegen ein Projekt, das seit vielen Jahren einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt leistet.
Wofür steht Esperanza?
Esperanza steht für gelebte Demokratie, kulturelle Vielfalt und engagierte Jugendförderung. Mit
diversen Musik- und Kulturbeiträgen, Informationsveranstaltungen und unterschiedlichsten Aktionen, wie der Teilnahme am jährlichen Stadtfest, trägt das Esperanza mit seinen aktiven Jugendlichen zu einer lebendigen Stadtkultur und zur politischen Bildung junger Menschen auf
Grundlage von Völkerverständigung und Selbstbestimmung bei. Den Neutralitätsbegriff strategisch zu missbrauchen, dient bei der AfD dazu, kritische Stimmen und demokratische Bildungsarbeit zu delegitimieren. Gegenüber Menschenfeindlichkeit jedoch gibt es keine Neutralitätspflicht. Demokratiebildung ist kein Verstoß gegen Neutralität, sondern ihr Kern. Sie basiert auf einem festen Wertefundament, das es zu verteidigen gilt.
Der Gemeinderat von Schwäbisch Gmünd wird dazu aufgerufen, sich klar hinter das Esperanza und die wertvolle Arbeit der vielen Engagierten zu stellen. Eine Stadt, die Zukunft gestalten will, darf nicht zulassen, dass politisch motivierte Angriffe die Entwicklung junger Menschen behindern.
Das Bündnis stellt sich auch ausdrücklich hinter den Antrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds und fordert mit ihm die Stadtverwaltung auf, städtische Räumlichkeiten nicht für menschenfeindliche, rassistische, sexistische oder homophobe Hetze zur Verfügung zu stellen.
Copyright Gmünder Tagespost, 17.12.2025
