Schmierentheater um Sozialquote im Wohnungsbau
Spitzen Leserbrief von heute:
In der Ausschusssitzung zum Thema wurde dem interessierten Zuschauer ein Schmierentheater minderer Güte geboten:
1. Akt: Grüne/söl/SPD dürfen die Quote nochmal begründen, der Rest lehnt sich entspannt zurück
2. Akt: Alle Beteiligten betonen unisono die absolute Notwendigkeit bezahlbarer Wohnungen (wobei Bezahlbarkeit offensichtlich sehr unterschiedlich interpretiert wird).
3. Akt: Verwaltung, CDU, Bürgerliche und andere stellen dann fest, dass die (Wohnungs-)Lage in Gmünd eigentlich nicht schlecht sei. Es gäbe ja Beratung und die Allzweckwaffe Piazza, pardon, VGW.
4. Akt: Die Presse wird wegen angeblich unfairer (Pro-Sozialquote) Berichterstattung gescholten
5. Akt: Als „Schmankerl“ bestätigt der Geschäftsführer des Bauvereins (CDU) die angebliche Unmöglichkeit bezahlbaren Wohnungsbaus und wird vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU (Bauunternehmer) mit „Daumen hoch“ kommentiert. Schlussakt: Die sowieso magere Sozialquote von 15 Prozent (von sieben Wohnungen muss nur eine „bezahlbar“ sein) wird abgeschafft. Freie Fahrt für hohe Mieten. Die Stadt verzichtet künftig sogar auf die Nebeneinnahme aus der Ablösung dieser Verpflichtung (vgl. Fall Salvator-Wohnungen). Zumindest Luxuswohnungen sollen wohl nicht zu teuer werden.
Achim Gromann, Waldstetten
