Spendenaktion fürs Esperanza – 600 Euro in drei Stunden gesammelt
Aus der Rems Zeitung: 600 Euro in drei Stunden: Der söl e.V. sammelt erfolgreich Spenden für das Jugendkulturzentrum Esperanza. Doch die Herausforderungen für die Mitglieder der Jugendkulturinitiative bleiben.
SCHWÄBISCH GMÜND. Mit einer kurzfristig organisierten Spendenaktion hat der söl e.V. am Ostersamstag ein Signal für den Erhalt des Jugendkulturzentrums Esperanza gesetzt. Innerhalb von drei Stunden kamen 600 Euro zusammen, die nun direkt in das Programm des selbstverwalteten Zentrums fließen sollen.
Die Freude bei den jungen Aktiven vor Ort war groß, als die Spende übergeben wurde. Das Geld soll helfen, bereits geplante Konzerte und Veranstaltungen im laufenden Jahr abzusichern. Gerade für viele Nachwuchskünstlerinnen und -künstler ist das Esperanza seit Jahren eine wichtige Bühne – auch bekannte Musiker wie Cro sammelten hier erste Erfahrungen. Seit diesem Jahr stehen das Esperanza
und die Jugendkulturinitiative (JKI), die das Jugendzentrum trägt, vor neuen Herausforderungen: Im Zuge der Haushaltsberatungen hatte eine Mehrheit im Gemeinderat beschlossen, die Zuschüsse für die JKI zu kürzen. Gegner dieses Vorhabens kritisierten die Kürzungen oft als unverhältnismäßig hoch.
Gleichzeitig war die Debatte von politischen Spannungen geprägt. Vertreter der AfD stellen die grundsätzliche Förderung des Esperanza infrage und kritisieren dessen Ausrichtung. Laut Polizei gebe es jedoch keine Hinweise auf extremistische Bestrebungen.
Unabhängig von der politischen Auseinandersetzung bleibt für viele Unterstützer die praktische Bedeutung des Hauses entscheidend: Das Esperanza gilt als zentraler Treffpunkt für Jugendliche im Gmünder Osten – ein Ort für Musik, Austausch und eigenständige Kulturarbeit. Vor diesem Hintergrund versteht der söl e.V. seine Spendenaktion auch als Appell.
Neben der einmaligen Unterstützung ruft der Verein dazu auf, den Förderverein des Jugendkulturzentrums langfristig zu stärken.
Copyright Rems Zeitung, 13.04.2026
