Risiko „Margaritenhöhe“: Welche Oma kann sich das leisten?
In ihrem Kommentar zum Bebauungsplan „Margaritenhöhe“ schätzt Cornelia Villani ein, ob damit einer zwölffachen Oma gedient wäre.
Eine zwölffache Oma überlässt ihr Haus der ältesten Tochter. Sie selbst zieht in eine Wohnung mitten in die Stadt. Eine wahre Geschichte. Und ein Ideal, wie es Richard Arnold vorschwebt, wenn der Gmünder Oberbürgermeister darauf pocht, dass die Schapplachhalde Wohngebiet werden müsse. 168 Wohnungen zentrumsnah, ideal für Ältere. Jüngere beziehen deren Einfamilienhäuser. So weit, so gut.
Gute Fragen ohne Antworten
Eine Woche vor der Abstimmung über den Bebauungsplan sind die Mitglieder des Ratsausschusses unschlüssig. Stoppt die Bebauung die Frischluftzufuhr für die Südstadt? Überrollen die mindestens 168 Neubewohner die Straßen des Viertels? Gute Fragen. Ohne wirkliche Antworten.
Alarm im Boden
Wirklich alarmieren sollte aber der Blick in den Boden. Das geologische Gutachten zeigt Knollenmergel. Genau wie entlang der Oberbettringer Straße, an der im Frühjahr die Erde rutschte. Wenn ein Investor hier baut, muss er sehr tief graben – und dementsprechend teuer an Interessenten verkaufen. Welche zwölffache Oma kann sich das bitte leisten?
