80 % der Kürzungen treffen Schwäbisch Gmünd
Leserbrief vom söl-Stadtrat Andreas Dionyssiotis:
Mit den geplanten Kürzungen der Schulsozialarbeit setzt Schwäbisch Gmünd ein deutlich fragwürdiges Signal. Von den kreisweit gestrichenen 3,7 Stellen entfallen allein 2,95 Stellen auf Gmünd – rund 80 Prozent aller Kürzungen im Ostalbkreis. Während fast alle anderen Kommunen im Ostalbkreis ihre Schulsozialarbeit stabil halten, reduziert Gmünd den Stellenumfang um knapp drei Stellen.
Schulsozialarbeit ist kein Luxus, sondern ein zentrales Qualitätsmerkmal moderner Bildungslandschaften. Sie begleitet Übergänge, leistet präventive Arbeit, stärkt Netzwerke und unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien dort, wo Hilfe frühzeitig und wirksam ansetzen kann.
Wer hier spart, riskiert erhebliche Folgekosten. Bereits ein zusätzlicher stationärer Fall in den Hilfen zur Erziehung kann die vermeintliche Einsparung schnell übersteigen. Kürzungen an dieser Stelle sind weder pädagogisch noch finanziell nachhaltig.
Schwäbisch Gmünd sollte nicht Spitzenreiter beim Abbau, sondern Vorbild beim Erhalt der Schulsozialarbeit sein.
