Fehrle-Unterführung schließt bald: Kritik an Umleitung
Ab 11. Mai ist die Fehrle-Unterführung dicht. Die Umleitung sorgt für Kritik: Es geht um die Sicherheit für Radfahrer.
Schwäbisch Gmünd. Nur noch wenige Tage, dann schließt die Fehrle-Unterführung, wohl für immer. Ab dem 11. Mai ist die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Taubental und Innenstadt komplett gesperrt. Dann beginnt die Deutsche Bahn (DB) mit den Bauarbeiten: Die Eisenbahnbrücke über dem Fußweg wird mit Stahlelementen verstärkt. Für Passantinnen und Passanten bleibt dann nur noch eine 240 hundert Meter entfernte Alternative – doch genau diese wurde im Gemeinderat erneut diskutiert. Es gibt Sorgen um die Sicherheit der Radfahrerinnen und Fußgänger.
Sorge um Sicherheit auf Ausweichstrecke
Denn die Alternativroute über die Taubentalunterführung ist zwar bereits jetzt als Radfahrweg ausgewiesen, doch separate Markierungen oder Sicherheitsmaßnahmen gibt es dort bislang nicht. Zwar sind im Zuge der Neuplanung Piktogramme vorgesehen, doch das reicht etwa Stadtrat und söl-Fraktionschef Sebastian Fritz nicht. „Die Sperrung bedeutet eine deutliche Verschlechterung für den Fuß- und Radverkehr“, sagte er in der Sitzung des Gemeinderats. Und zur geplanten Markierung: „Piktogramme sind nett, dienen aber nicht dem Schutz.“ Er fordert deshalb, „das Maximum an pragmatischen Möglichkeiten umzusetzen“, die der Stadt zur Verfügung stünden.
Kritik aus Gemeinderat und Bürgerschaft
Bereits in vorherigen Sitzungen hatte unter anderem Stadträtin Sabine Braun (Grüne), im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats, auf die Sorgen vieler Bewohner im Taubental hingewiesen. Michael Stütz von der Bürgerinitiative Stadtklima wiederum hatte ebenfalls das „Problem einer sicheren Anbindung des nördlichen Stadtgebiets für Fußgänger und Radfahrer an die Innenstadt“ zum Thema gemacht. Leser dieser Publikation hatten vor diesem Hintergrund das Vorgehen der Verwaltung kritisiert.
Bauarbeiten starten Mitte Mai
Klar ist in jedem Fall: Am 11. Mai starten die Bauarbeiten an der maroden Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1860. Die Sanierung der Bahnstrecke ist laut Bahn dringend notwendig, soll aber so ablaufen, dass im Bahnverkehr keine Einschränkungen geplant sind. Laut aktueller Planung will die Bahn unmittelbar über dem Fundament eine Stahlbetonplatte mit einer Dicke von 20 Zentimetern anbringen. An den Widerlagern, die den Brückenüberbau tragen, befestigt die DB Stahlträger. Hernach folgt der Einbau von Stahlelementen an den drei Gleisen auf der Brücke. Die Baustelle soll bis Ende Juni 2026 geräumt sein, die Fehrle-Unterführung aber weiter geschlossen bleiben.
Copyright Gmünder Tagespost, 06.05.2026
